Ungeeignet:

Nagestangen, Drops und alle anderen Leckereien, welche Sie im Zoofachgeschäft angeboten bekommen eigenen sich nicht für Chinchillas. So sehr uns die bunte Verpackung auch reizt, es ist nicht gesund für die Tiere. Nüsse, Kerne, Getreide eignen sich nur bedingt, der hohe Stärkeanteil im Getreide kann nur schwer im Darm aufgeschlossen werden, Nüsse und Kerne sind sehr fetthaltig und könnten zu Übergewicht führen. Mischfutter ist für Chinchillas umstritten, allerdings gibt es neue Versuche in denen ein Mischfutter aus Kräuterpellets, Amaranth und Trockenkräutern gereicht wird - die Futtermittelakzeptans ist recht hoch und das Futter wurde gut vertragen.

Altes, hartes Brot ist eher ungeeignet, es nutzt dem Zahnabrieb der Schneidezähne kaum, zu den Backenzähnen gelangt das Brot nur noch als aufgeweichter Stärkebrei, es nutzt also dem Backenzahnabrieb nicht. Brot enthält zu viel schwer verdauliche Stärke und oft auch Konservierungsstoffe, Backtriebmittel und Salz, somit ist es für Chinchillas schwer verdaulich. Außerdem finden sich auf altem Brot oft Schimmelsporen. Es sollte deshalb eher nicht verfüttert werden.

Das Salzstangen und andere Menschenleckereien nicht in den Chinchillamagen gehören, versteht sich eigentlich von selbst, leider raten aber immer noch einige selbsternannte Experten dazu, solche Dinge zu verfüttern.

 

Futterzusätze

Salzlecksteine sind überflüssig bis ungünstig. Ein gesund ernährtes Tier bekommt seine Salze und Mineralien über das Futter (Kräuter!), es benötigt keine billigen Kochsalze. Salzlecksteine sind sogar mitunter gefährlich, wenn ein Tier zu viel dran leckt oder sie sogar annagt kann es zu einer Natriumchloridüberversorgung kommen, eine Folge wären starke Nierenprobleme, sollte ein Stein ganz verzehrt werden, kann es schlimmstenfalls zu Nierenversagen und somit zum Tod des Tieres führen. Salzlecksteine die mit Mineralien und anderen Spurenelementen versetzt sind, können zu einer Nitratüberversorgung führen. Sollten die Tiere nur selten am Stein lecken ist dieser ungefährlich, aber benötigt wird ein Stein bei einer ausgewogenen Ernährung nicht.

Kalksteine bestehen zum größten Teil aus Kalzium, aber auch aus unbekannten Zusätzen welche den Tieren wohl gut schmecken. Nagen die Tiere zu sehr daran (meist aus Langeweile), führt das zu einer zu hohen Kalziumresorption, (Kalzium/Phosphorungleichgewicht) was zu Harnsteinbildung und zu Organverkalkung führen kann. Ein gelegentliches Nagen am Kalkstein schadet nicht. Oft werden Ytong /Gasbeton Steine empfohlen, aber aufgrund der nicht genau deklarierten Zusatzstoffe möchten wir davon eher abraten.

Eine zusätzliche Vitamingabe ist bei einem artgerecht ernährten und gesunden Chinchillaüberflüssig. Eine Überdosierung kann zu Krankheiten führen, es gibt kaum Präparate, die speziell auf Chinchillas zugeschnitten sind. Werden Tropfen über das Wasser verabreicht ist keine korrekte Dosierung möglich (das eine Tier trinkt zu viel, das andere Tier zu wenig). Außerdem verlieren die Vitamine bei Lichteinfall und Wärme sehr schnell (oft innerhalb weniger Stunden) ihre eigentliche Wirksamkeit. Im Sommer kann das Wasser mit Vitaminpräparaten sehr schnell verderben und das Tier wird krank.

 

Wichtig

Beim Futter ist weniger oft mehr. Wechseln Sie die Pellets nur selten gegen eine andere Sorte und dann nur sehr langsam. Mischen Sie bei einem Wechsel das neue Futter in langsam steigender Konzentration in das alte Futter. Chinchillas sind allerdings echte Feinschmecker - sind sie einmal an ein Futter gewöhnt, das ihnen gut schmeckt, dann sind sie nur schwer von einem anderen Futter zu überzeugen.

Wenn Sie Ihr Futter im Zooladen aus der Futtertheke kaufen, fragen Sie unbedingt nach, wie lange es schon gelagert wird. Chinchillafutter ist nicht unbegrenzt haltbar, sondern bereits nach maximal 3 Monaten abgelaufen. Es sollte dann auch nicht mehr verfüttert werden.

Fragen Sie auch nach der Zusammensetzung.


Quelle:http://www.diebrain.de/ch-futter.html